Hast du schon einmal beobachtet, wann dir die wirklich klaren Gedanken kommen? Selten geschieht das unter künstlichem Licht, vor dem Bildschirm oder beim Durchgehen der nächsten To-do-Liste. Die besten Einsichten stellen sich meist dann ein, wenn der Geist zur Ruhe kommt – beim Gehen durch den Wald, beim Blick über eine weite Landschaft oder beim Durchatmen an der frischen Luft.
Besonders für Menschen, die beruflich viel Verantwortung tragen oder tagtäglich für das Wohl anderer sorgen, wird dieser Abstand zum Alltag immer wichtiger.
Die Falle des Dauer-Engagements
Wer in beratenden, therapeutischen oder sozialen Berufen arbeitet, gibt täglich enorm viel Energie ab. Empathie, Zuhören und Präsenz sind die wichtigsten Werkzeuge – doch genau sie verbrauchen sich, wenn der eigene Tank nicht regelmäßig aufgefüllt wird.
Viele kennen das Phänomen:
- Mentaler Overload: Die Geschichten und Themen des Tages klingen abends noch nach.
- Funktionieren im Takt: Routinen bieten zwar Sicherheit, lassen aber wenig Raum für die eigene Entwicklung.
- Vernachlässigte Psychohygiene: Eigene Bedürfnisse werden oft hinter die der Klientinnen und Klienten gestellt.
Die Herausforderung besteht darin, nicht erst dann zu reagieren, wenn die Erschöpfung da ist, sondern präventiv Räume des Innehaltens zu schaffen.
Die Natur als Verstärker für Selbstreflexion
Warum funktioniert die Arbeit im Freien oft so viel nachhaltiger als klassische Seminarsessions?
- Vom Kopf in den Körper: Das stetige Gehen bringt festgefahrene Denkmuster in Bewegung.
- Entschleunigung ohne Druck: Die Stille der Natur zwingt zu nichts. Sie gibt lediglich den Rahmen vor, in dem sich Dinge ordnen können.
- Symbolkraft der Umgebung: Bäume, Pfade oder freie Aussichten werden oft ganz unbewusst zu Metaphern für eigene Lebens- und Berufsfragen.
Wenn fundierte Selbstreflexion – etwa auf Basis existenzanalytischer Ansätze – in einer solchen Umgebung stattfindet, gewinnen Selbsterfahrungsprozesse eine neue Tiefe.
Ein Raum zum Auftanken: Selbsterfahrung im Grünen
Wer sich genau diesen Rahmen für das eigene Wachstum wünscht, findet im Frühsommer eine besondere Gelegenheit:
Vom 09. bis 11. Juni 2027 laden die Expertinnen Mag. Heike Liebmann und Mag. Barbara Lagger zu einer erlebnisorientierten Gruppenselbsterfahrung in der Natur ein.
Das Wichtigste auf einen Blick:
- Ort: Der idyllische Samahof in Stainz (Weststeiermark) mit Blick auf das Schloss Stainz.
- Inhalt: Kombination aus Naturzeiten, Impulsen zur Körper- und Prozessarbeit, Ressourcenstärkung und kollegialem Austausch.
- Umfang: 40 Einheiten (32 EH Präsenz + 8 EH schriftliche Reflexion) – anerkannt für das Psychotherapeutische Propädeutikum, LSB, Elternberatung (§107) sowie Fachkräfte aus Beratung und Sozialwesen.
Zeit für den nächsten Schritt
Sich Zeit für die eigene Innenwelt zu nehmen, ist keine Luxusentscheidung, sondern die Grundlage für langfristige Qualität und Freude im Beruf. Manchmal braucht es nur zwei, drei Tage im richtigen Umfeld, um wieder mit neuer Klarheit und Leichtigkeit durchzustarten.
Anmeldung: www.kob-akademie.com/gruppenselbsterfahrung/